Montag, 25. August 2014

Alltagstauglichkeitstest von Käthe

Während die meisten meiner Freunde an den letzten Wochenenden auf dem Wasser waren, hab ich mir die Zeit mit meinen Fellnasen tot geschlagen. Das klingt negativer als ich es meine ;)
Ich kann die Zeit auch ohne Wassersport super genießen. Mit den Hunden unterwegs zu sein, sich Ziele zu stecken und im Training zu verfolgen, gemeinsam Neues zu erleben, bringt uns richtig Spaß und wir wachsen immer mehr zu einem guten Team zusammen. Außerdem fehlt mir überhaupt nicht, dass einige Leute ständig über miese Bedingungen zum Springen, Wellen abreiten oder zu viel Windsurfer aufm Wasser und unbeständigen Wind rum nörgeln müssen. Die wenig Stunden, die ich aufm Wasser sein kann, möchte ich voll auskosten und auch das ganze Drum herum entspannt genießen.

Zurück zum Hundesport...

Magnus nahm an einem eintägigen Dummyseminar bei Annette Unkrig und Kathleen Schneiderheinze (Hundeschule Eckernförde) teil. Hauptsächlich wurde richtiges Einweisen geübt. Dabei wurde der Schwierigkeitsgrad im Laufe des Tages erhöht. Es ging über Zäune, Sandberge, durch Büsche sowie durch und ins Wasser. Wir hatten jedenfalls viel Spaß und Magnus hatte vor Freude leuchtende Augen.




Hier noch die versprochenen Fotos von seinem 9. Geburtstag:


Und gestern absolvierte die kleine Käthe einen "Alltagstauglichkeitstest" im Rahmen des Sommerfestes der Hundeschule Eckernförde. Ich fand die Idee einer solchen Prüfung klasse, um zu sehen, wo wir ausbildungstechnisch stehen, was schon gut klappt und wo Nachholbedarf besteht. Käthe und ich mussten 5 Stationen durch laufen. Zunächst wurde getestet, ob Käthe auf unterschiedlichen Untergründen läuft, wie Kieselsteine, Gitter, Folien über eine dünne Holzbrücke und durch eine Pfütze. Sie lief durch den Parcours wie am Schnürchen. Allerdings habe ich schon im Welpenalter viel und in Ruhe mit ihr geübt, auf unterschiedlichen Untergründen zu gehen, damit sie nie unsicher oder ängstlich wird.

Dafür hatten die anderen Aufgaben es in sich und ich war mir ganz sicher, dass eine nach der anderen schief gehen wird. Insofern hat uns das gestern sehr weit nach vorne gebracht. Käthe hat alles  so gut gemacht, dass ich ihr einfach nur mal mehr Vertrauen muss. Beispielsweise musste sie frei bei Fuß an auf einer Leine aufgehängten Würstchen, Schweineohren und andere Leckerlies vorbei gehen. Dann musste ich sie da auch noch für mehrere Sekunden ins "Platz bleib" legen und sie abrufen. Sie ist direkt zu mir gestürmt ohne die aufgehängten Leckerein zu beachten. Da war ich sehr überrascht.
Ohhh, ich seh ganz viele leckere Sachen :D
Auch das "Sitz" bei Fuß während man mit einem Partner Dummys hin- und her wirft, hat sie echt toll gemacht. Meine kleine top Markiererin hat weder gefiept (Himmel, wie lange übe ich schon Steadyness?!) noch ist sie aufgesprungen. Nur als mir ein Schweineohr entgegen geworfen wurde und vom Wind seitlich links an mir vorbei segelte und ich mich blöderweise noch über Käthe rüber gedreht hab, ist sie aufgestanden. Aber nicht hinter her gerannt und hat sich auch sofort wieder hin gesetzt. Also auch top :)
Das mache ich doch alles im Schlaf ;)
Ein kleiner Schwachpunkt war an Station 4, wo ich Käthe zunächst ins "Sitz bleib" gebracht hab (angeleint und die Leine wurde an einem Pfahl fest gemacht) und dann vor ihren Augen hinter einer Planke verschwunden bin. Ein Junge ging dann zu ihr, machte die Leine los (jetzt hätte sie eigentlich ohne Kommando direkt zu mir laufen sollen oder einfach sitzen bleiben) und lockte sie zudem noch mit Leckerlies weg. Käthe ist eh so selbstständig und selbstsicher - dazu noch einen Retriever mit Leckerchen locken... Hmmm... Da war sie weg :( Plötzlich fiel ihr wohl doch noch ein, dass ich mich versteckt hab, sie lief in meine Richtung, aber ließ sich erneut von dem Jungen zurück locken. Naja, Kinder und Bonschies - ich kann es nachvollziehen. Ich durfte sie dann abrufen und hab dafür unseren Rückruf-Pfiff verwendet - sie kam mit Vollgas zu mir gerannt. Doch noch ein schöner Abschluss der Prüfung :D Toll fand ich auch, dass sie nicht zum Toben zu den ganzen anderen Hunden und Zuschauern gelaufen ist.
Hey Mutti, wann geht´s los? Ich bin ja soooo aufgeregt :D
Zu guter letzt mussten wir noch unser "bei Fuß" laufen vorstellen. Und zwar nicht an der Leine, sondern nur an einem dünnen Wollfaden, der nicht reißen durfte. Käthe musste bei Fuß an meiner linken Seite Slalom durch einen Hütchenparcours laufen und wurde an den Außenseiten mit tollem Futter (Dosenfutter, Fleisch, Käse, Schweineohren usw) abgelenkt, dass auf Tritten etwas erhöht besonders gut zu riechen war. Ohje...Käthe ging zwar irgendwie an meiner Seite, aber war überhaupt nicht bei mir. Ich fühlte mich selbst schon etwas wie in Trance :D Rakäthe hat immer die Nase in den Wind gehalten und schwebte mir wie auch immer hinter her. Schnell waren wir nicht, aber zumindest sind wir dadurch gekommen, ohne auch nur einmal am Futter gekostet zu haben :D Im zweiten Teil der bei Fuß Station war sie dafür 100 % bei mir: Blickkontakt und ganz eng am meinem linken Bein, kein Zentimeter vor meinen Knie ging sie mit mir durch ein paar Stangen. Wieder toll abgeschlossen.
Barbara und unsere Flat Freundin Nana.
Die kleine Luna hat das bei Fuß gehen ganz prima gemacht.
Ich bin total zufrieden!!!! Meine kleine Hummel :))) Da war ja ganz schön viel los. Glaube, dass etwa 80 Hunde an der Prüfung teil genommen haben. Plus Zuschauer (mit und ohne Hund). Schon toll, wenn sich ein junger Hund so konzentrieren kann. Käthe hat sogar im Auto geschlafen, obwohl neben uns Hunde in Autos gebellt, gejault und teilweise die Autos zum Wackeln gebracht haben. Da hat sie eigentlich schon einen Orden verdient.

Viele Freunde aus unser Hundegruppe haben auch mit ihren Süßen teil genommen und ebenso viel Spaß gehabt wie wir. Außerdem war es schön, weil wir uns gegenseitig unterstützt haben. Vor allem hatte keiner von uns zu hohe Erwartungen. Bei der ein oder anderen Teilnehmerin konnte man leider schon sehen, dass sie dann nach einer schlecht gelaufenen Prüfung sehr unzufrieden war und ihrem 4-beinigen Freund das auch zu verstehen gab. Das fand ich schade. Die Hunde können schlussendlich nur eine gute Leistung abliefern, wenn wir unsere Hausaufgaben vorher gut gemacht haben. Vielmehr sollte man analysieren, woran man noch arbeiten muss und weiter an seiner Hundeausbildung feilen.

Danke an Kathleen, Lydia, Kathy, Kathrin und alle anderen von der Hundeschule Eckernförde, die das Event organisiert haben. Da steckte viel Leidenschaft drin :) Mir haben auch die Vorstellungen gut gefallen: Welpenprägung, Agility, Suchhundegruppe  / Rettungshundegruppe / Mantrailing, Dummy, Obedience.
Guter Ausblick von der Agilitiy Brücke.