Die Sehnsucht wurde zuletzt auch fast unerträglich und leider noch durch einen Schicksalsschlag verstärkt. Da tat die Auszeit im hohen Norden Dänemarks echt gut. Zumal Windsurfen doch immer wieder von allem befreit.
Während in Schleswig-Holstein mieses Wetter herrschte, strahlte an der Nordseeküste Dänemarks die Sonne und besonders die idyllische Bucht in Klitti empfing mich mit super schönen leuchtend blauen Wasser. Herrlich!
Etwas gemein nur, dass meine Ankunft sich durch verschiedene Staus, besonders in Velje, derbe nach hinten hinaus gezögert hatte. Ich traf pünktlich zum Sunset in Klitti ein und die ersten verließen bereits das Wasser. Statt selbst noch schnell ne Runde zu drehen, hatte der Magnus einen Spaziergang durch die Bucht verdient. Zeit für mich, stylische Leute beim Wellen schlitzen zu beobachten ;)
Dafür war ich am nächsten Tag natürlich heiß, aufs Meer zu kommen. Nach einer kleinen Häkel-Auszeit nach dem Frühstück, begrüßten wir den Tag mit einer ausgeprägten Wellenreit-Session. Klitti ist einfach so toll! Allmählich frischte der Wind auf und eh man sich versah, liefen doch ganz ordentliche Wellen in die Bucht. Ich hatte das Gefühl, dass endlich mein Wellenreit-Knoten platzte. Die Technik wird zunehmend besser und ich bekomme Routine. Jetzt muss ich mich einfach nur noch an die dicken Wellen ran trauen. Andere nutzen ja schließlich auch die legendäre Waschstraße für coolste Wellenritte.
Was macht neben Windsurfen noch mehr Spaß? Windsurfen mit Freunden. Und es waren so viele da. Wieder so ein Grund, warum den Sport nur lieben kann. Alle haben den Wind und die Wellen genossen, sich auf dem Wasser immer wieder angestrahlt, angefeuert oder einfach nur gejohlt. So soll´s sein!
Hanstholm war auch ganz anständig - so wie gewohnt. Mir gehts immer so, dass ich mich immer erst an die Wellengröße gewöhnen muss. Ich bin ja eigentlich die Waschgang-Queen, aber habe es in diesem Jahr bisher immer ohne Taucheinsatz geschafft, die Brecherzonen zu überqueren. Das liegt zum einen an meinen wirklich super angleitfreudigen Board (Goya Custom Quad 68 l), das sich auch nicht von Strömung abschrecken lässt, und daran, dass ich jetzt immer eine Segelgröße größer fahre als zuvor (dafür hab ich ja auch etwas trainiert im Winter). Und dann einfach immer Vollgas drauf halten und Lücken suchen oder gegebenenfalls springen. Hihi - und bei einem Sprung war ich sogar mal so hoch, dass ich den entgegen kommenden Winsurfern schön auf die Masttops gucken konnte. Hehe. Das rockt!
Etwas lästig war in Hanstholm diesmal, dass es extrem flach war und sich fast jeder die Füße an dem berüchtigten Kalksandstein aufschlitzte. Meine Mädchentechnik war ja einfach Füße in die Schlaufen und schön raus ziehen lassen bis es tief genug war und dann erst aufsteigen. Aber wie gesagt, grässliche Mädchentechnik - cool ist anders ;)
Zu guter letzt hab ich auch für einen amüsanten Joker am Strand gesorgt und den ganzen Parkplatz verrückt gemacht. Merke: surfe am Bunker raus bis zu der Stelle, wo die ganz großen Wellen schon mal anfangen zu brechen, wende deinen Blick zufällig nach links und denke dir "Ach Gott, da hat einer Mastbruch und kommt da nicht raus".... Dann denkt sich klein Lenschi so, laufe mal Höhe und versuch an den ran zu kommen. Hehe.... "Schiette! Der winkt mit irgendwas. F***! Da kann ich nicht hin. Da kann ich im Waschgang nie im Leben mein Zeug fest halten." Also Vollgas zum Strand und erst mal um Hilfe bitten... Schön, dass erst ein Deutscher den Locals erklären muss, dass da ne Boje im Wasser schwimmt. Danke, Detlef für die Auflösung! Schön auch, dass die Dänen bereits überlegten den Heli zu alarmieren....
Insgesamt waren das ein paar super Tage da oben und es lohnt sich immer, da hoch zu fahren. Bis zum nächsten Mal. Danke für die super schöne Zeit: Caro, Claudius, Andre, Toddi, Kathrin, Olaf, Hernan, Andreas, Franzi, Bela, Björn, Torben, Detlef, Louise und alle, die ich vergessen hab :)
Vi ses :)
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